10. Dezember

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Todestag Alfred Nobels, an diesem Tag werden in Stockholm die Nobelpreise verliehen (nur der Friedensnobelpreis in Oslo), »Nobelwoche« bis 13. Dezember.

1520: Martin Luther verbrennt in Wittenberg die päpstliche Bulle Exsurge Domine, die ihn zum Ketzer erklärt hat. Am selben Tag werden nach einem Aufruf Melanchthons vor den Toren der Stadt Bücher des päpstlichen Rechts und der scholastischen Theologie sowie einige Schriften von Johannes Eck und Hieronymus Emser verbrannt. – 1835: Frankfurter Bundesversammlung verbietet die Schriften des »Jungen Deutschland«. – 1910: Selma Lagerlöf wird als erste Frau mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Die nächsten Preisvergaben an Frauen sind 1926 (Grazia Deledda), 1928 (Sigrid Undset), 1945 (Gabriela Mistral), 1966 (halber Preis für Nelly Sachs), 1991 (Nadine Gordimer), 1993 (Toni Morrison), 1996 (Wisława Szymborska), in den ersten 20 Jahren des 21. Jahrhunderts werden 7 Frauen ausgezeichnet. – 1911: Georg Heym schreibt ins Tagebuch: »Ich glaube wohl: In 300 Jahren werden die Menschen sich an den Kopf fassen, wenn sie unsere Leben sehen. Sie werden sich wahrhaftig fragen, wie die Günther. Lenz. Kleist. Grabbe. Hölderlin. Lenau, die Hoddis, Heym, Frank überhaupt soweit durchgekommen sind. Und wie es für diese Naturen, (die zu anständig waren, um zu compromißlern, wie die Göthe, Rilke, George etc) in dieser trüben und vor Wahnsinn knallenden Zeit überhaupt noch möglich war, sich durchzuschlagen.« – 1930: Luis Buñuels surrealistischer Film Das goldene Zeitalter wird in Frankreich verboten. Das Verbot fällt erst 1981. – 1942: Rede André Bretons vor Studenten der Yale-Universität

Geboren am 10. Dezember

1538: Giovanni Battista Guarini, italienischer Dichter, 1804: Eugène Sue, französischer Schriftsteller, Erfinder des Fortsetzungsromans in der Zeitung (Die Geheimnisse von Paris), 1815: Ada Lovelace, englische Mathematikerin, Tochter von George Byron (den sie zeitlebens nie gesehen hat, weil er nach ihrer Geburt auf Reisen ging), schrieb ein Programm für den Prototyp eines digitalen Rechners von George Babbage, weshalb man sie auch die erste Programmiererin bzw. ersten Programmierer nennt; 1821: Nikolai Nekrassow, russischer Dichter, 1824: George MacDonald, schottischer Schriftsteller, 1830: Emily Dickinson (* in Amherst, Massachusetts; † 15. Mai 1886 ebenda), US-amerikanische Dichterin, 1870: Pierre Louÿs, französischer Schriftsteller (schrieb die Lieder der Bilitis, einer angeblichen Dichterin aus dem Umkeis Sapphos), 1879: Paul Münch, Pfälzer Mundartdichter, 1884: Albert Steffen, Schweizer Anthroposoph und Schriftsteller, 1891: Nelly Sachs (eigentlich Leonie Sachs; * in Berlin-Schöneberg; † 12. Mai 1970 in Stockholm), deutsche Schriftstellerin, floh vor den Nazis nach Schweden, Nobelpreis für Literatur (1966, geteilt mit Samuel Joseph Agnon), 1894: Gertrud Kolmar (Pseudonym für Gertrud Käthe Chodziesner, * in Berlin; † vermutlich Anfang März 1943 in Auschwitz), deutsche Lyrikerin, 1897: Karl Heinrich Waggerl, österreichischer Schriftsteller, 1906: Itō Shizuo, japanischer Lyriker, 1920: Clarice Lispector, brasilianische Schriftstellerin, 1923: Jorge Semprún, spanischer Schriftsteller, 1924: Carolyn Kizer, US-amerikanische Lyrikerin, 1926: Blai Bonet, mallorquinischer Lyriker in katalanischer Sprache, 1931: Max Elskamp, belgischer Lyriker, 1945: Marek Grechuta, polnischer Liedermacher, 1954: Florentin Smarandache, rumänisch-amerikanischer Mathematiker, Philosoph und Schriftsteller, 1958: Cornelia Funke, deutsche Kinder- und Jugendbuchautorin (20 Millionen verkaufte Bücher), 1960: Kenneth Branagh, britischer Schauspieler, Filmregisseur und Schriftsteller


Gestorben am 10. Dezember

1198: Averroës (Ibn Ruschd), spanisch-arabischer Philosoph, Arzt und Mystiker, Aristoteles-Kommentator, 1569: Paul Eber, evangelischer Theologe, Kirchenlieddichter, 1696: Johann Christoph Arnschwanger, deutscher Pfarrer und Kirchenlieddichter, 1889: Ludwig Anzengruber, österreichischer Schriftsteller, 1891: Wilhelm Koch, Kölscher Mundartautor, 1896: Alfred Nobel, schwedischer Chemiker, Erfinder und Preisstifter, 1927: Bruno Ertler, österreichischer Schriftsteller, 1929: Harry Crosby, US-amerikanischer Schriftsteller, 1931: Georg von Ompteda, deutscher Schriftsteller, 1936: Luigi Pirandello, italienischer Schriftsteller, Nobelpreis für Literatur (1934), 1963: Ōta Yōko, japanische Schriftstellerin, 1967: Otis Redding, »King of Soul«, 1968: Tian Han, chinesischer Schriftsteller, 1990: Tsuchiya Bunmei, japanischer Lyriker