1. März

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Der 1. März  war im alten Rom ursprünglich der kalendarische Jahresanfang, an welchem im Tempel der Vesta das heilige Feuer entzündet wurde. Er wurde 153 v. Chr. auf den 1. Januar vorverlegt (Auch im merowingischen Frankenreich gebräuchlich). – Am 1. März 1700 holten die meisten protestantischen deutschen Länder mit großer Verspätung die Gregorianische Kalenderreform nach. Dem 18. Februar folgte der 1. März. Schweden folgte mit unüberlegten Zwischenschritten endgültig erst am 1. März 1753. 1917: Gründung des Malik-Verlags durch Wieland Herzfelde in Berlin. Das Programm vereint politische und künstlerische Avantgarde.


Geboren am 1. März


40: Martial (Marcus Valerius Martialis; * 1. März 40 u.Z. in Bilbilis im heutigen Spanien (vielleicht auch an einem anderen Tag? In einem anderen Jahr? 38 oder 41 werden auch genannt; † 102/ 103/ 104 u.Z. ebenda) (L&Poe):

An den Leser (I, 1)


Dieser, den du liesest, teurer Leser,

Ist der weltbekannte Martialis,

der Verfasser kleiner Sinngedichte.

Was du gütig ihm an Ehr erzeigtest,

Als er lebte, das genießen selten

Andre Dichter eher als im Tode.


Deutsch von Karl Wilhelm Ramler, aus: Lyrik der Antike in klassischen Nachdichtungen. Berlin u. Weimar: Aufbau, 1968, S. 73

1610: Johann Balthasar Schupp, geistlicher Dichter und Satiriker (L&Poe), 1701: Johann Jakob Breitinger, Schweizer Gelehrter, 1837: William Dean Howells (* in Martinsville [heute Martins Ferry], Ohio; † 11. Mai 1920 in Neu England), US-amerikanischer Schriftsteller, 1847: Recaizade Mahmud Ekrem (* Istanbul, † 31. Januar 1914 ebd.), türkischer Schriftsteller, beeinflusste viele jüngere Schriftsteller; 1858: Georg Simmel, deutscher Philosoph und Soziologe, 1886: Oskar Kokoschka, österreichischer Maler, schrieb auch Gedichte und Dramen, 1892: Akutagawa Ryūnosuke, japanischer Dichter, 1893: Mercedes de Acosta, amerikanischer Schriftsteller, 1897: Llorenç Vilallonga, mallorquinischer Schriftsteller in katalanischer Sprache (Bearn, o la sala de les nines), 1917: Robert Lowell, US-amerikanischer Dichter (L&Poe), 1920: Howard Nemerov, US-amerikanischer Schriftsteller (L&Poe), 1921: Richard Wilbur (* in New York City; † 14. Oktober 2017 in Belmont, Massachusetts), US-amerikanischer Schriftsteller, 1934: Jacques Chessex, französischsprachiger Schweizer Schriftsteller (L&Poe), 1935: Ernest Bryll (* in Warschau), polnischer Schriftsteller, 1939: Tzvetan Todorov, bulgarischer Schriftsteller und Theoretiker ([L&Poe]), 1941: Robert Hass, US-amerikanischer Dichter (L&Poe), 1943: Franz Hohler, Schweizer Schriftsteller, Kabarettist und Liedermacher (L&Poe), 1967: Franzobel, österreichischer Schriftsteller (L&Poe)


Gestorben am 1. März

912: Ki no Haseo, japanischer Dichter (Mehr), 1201: Shikishi Naishinnō (Prinzessin Shikishi, 式子内親王 , * ca. 1149 oder 1153), japanische Dichterin, eine der 36 unsterblichen Frauen, 1620: Thomas Campion, englischer Komponist und Dichter, 1633: George Herbert, englischer Schriftsteller, 1697: Francesco Redi, italienischer Arzt und Dichter, 1875: Tristan Corbière, französischer Lyriker, 1906: José María de Pereda, spanischer Schriftsteller des Realismus, 1936: Michail Kusmin, russisch-sowjetischer Schriftsteller, 1938: Gabriele D’Annunzio, italienischer Schriftsteller, 1968: Georg von der Vring, deutscher Schriftsteller, 1971: František Hrubín, tschechischer Schriftsteller, 1978: Paul Scott, englischer Schriftsteller, 1982: Arthur Koestler, österreichisch-ungarischer Schriftsteller, 2002: Artur Märchen, einer der Berliner Malerpoeten