Weiße, Christian Felix

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Christian Felix Weiße (* 28. Januar 1726 in Annaberg; † 16. Dezember 1804 in Stötteritz) war ein deutscher Dichter, Schriftsteller und Pädagoge in der Zeit der Aufklärung. Weiße zählt zu den bedeutenden Vertretern der Aufklärung und bedeutendsten Autoren des literarischen Rokoko und gilt als Begründer der deutschen Kinder- und Jugendliteratur. https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Felix_Weiße


Christian Felix Weisse

[395] Christian Felix Weisse (geb. 8. Febr.[sic!] 1726 in Annaberg, gestorben als Kreis-Steuer-Einnehmer zu Leipzig, 16. Dec. 1804.); ein Name, den gewiß jeder, dem Deutsche Literatur noch etwas werth ist, mit Ehrfurcht nennt. Als Schriftsteller und als Mensch gehört er zu den würdigsten und wirksamsten, welche die Deutsche Cultur-Geschichte des 18ten Jahrhunderts aufzuweisen hat. – Als Hofmeister eines geistreichen Sächsischen Grafen übte er sich im Uebersetzen Engl. und Französ. Schriftsteller; und in seiner frühen Dichterbahn wußte er den Deutschen Parnaß mit den lieblichsten Liedern, und das Deutsche Theater mit interessanten Beiträgen zu bereichern. Für Leipzig, welches damahls eines der bedeutendsten Theater hatte, schrieb er Trauerspiele nach dem Englischen und Französischen gebildet, und in Vereinigung mit Hiller (m. s. dies. Art.) ward er der Schöpfer der Deutschen Operette. (s. auch dies. Art.) Seine Jagd, sein Erntekranz, seine Jubelhochzeit machten [395] damahls die schönste Unterhaltung der Theaterfreunde aus. Was ihm aber einen unverwelklichen Kranz gewunden hat, dieß sind seine allbekannten Jugendschriften. Das hohe Verdienst der Nützlichkeit giebt ihm den Vorzug vor so vielen an Gelehrsamkeit und Geist ihn bei weitem übertreffenden Schriftstellern. Was Weisse auf die Jugend gewirkt hat, bleibt gewiß in unvergeßlichem Andenken. Sein A. B. C. Buch – lange Zeit das zweckmäßigste – hauptsächlich aber sein Kinderfreund (in 38 Bänden), dann der Briefwechsel des Kinderfreundes sind gewiß die Zierde jeder guten Kinder-Bibliothek; und jeder Deutsche Erzieher wird, so lange Deutsche Cultur und Unschuld noch auf die Nachkommen übergehen, gewiß seinen Zöglingen tiefe Ehrfurcht für Weissens ehrwürdigen Namen einzuflößen suchen. Was er durch seine Schriften so vielen Tausenden war, das war er auch in seinem engern Zirkel – ein wahrer Kinderfreund; Liebe und Wohlwollen war schon in seinem ganzen Aeußern sichtbar: und er war, nebst so vielen andern Würdigen, ein halbes Jahrhundert hindurch die Zierde Leipzigs. Wie sehr dieses auch seine Verdienste zu schätzen wußte, das zeigte sich bei seinem Leichenbegängnisse, das gewiß eines der ansehnlichsten, aber auch eines der rührendsten war; es zeigte sich auch dann, als man in dem Theater daselbst nach weniger Zeit sein Andenken durch eine sehr zweckmäßige, höchst rührende Todtenfeier, von Mahlmann gedichtet, und von Bierey in Musik gesetzt, die unter dem außerordentlichsten Zudrang nicht oft genug wiederhohlt werden konnte, beging.


Quelle: Brockhaus Conversations-Lexikon Bd. 6. Amsterdam 1809, S. 395-396.

Permalink: http://www.zeno.org/nid/20000780332


Herders 1857

[691] Weiße, Christian Felix, Dichter und Pädagog, geb. 1726 zu Annaberg im sächs. Erzgebirge, in Leipzig Lessings Studienfreund, später mit Nicolai Herausgeber der Bibliothek der schönen Wissenschaften und freien Künste, 1761 Obersteuersecretär, st. 1804 zu Leipzig. W. war anfänglich Gottschedianer, dann ein Gegner Gottscheds, und leistete mit seinem keineswegs tiefen, aber gewandten Talent für das Drama und im Versmachen manches Gute, zumal die poetische Mittelmäßigkeit zu seiner Zeit noch im Flor war. Er lieferte Lustspiele (die Poeten nach der Mode 1756, Amalia u.a.), wagte es, im Trauerspiel als Nebenbuhler Shakespeares aufzutreten (Jean Calas, Eduard III., Richard III., Romeo und Julie u. dgl.), erwarb großen Beifall mit seinen Singspielen (der Teufel ist los, Lottchen am Hof, der Dorfbarbier u.s.f.), durch welche er auch die von Gottsched angefeindete Oper neu belebte, und dichtete mitunter recht artige und gelungene Lieder (scherzhafte Lieder, Kinder-, Amazonenlieder), von denen einige noch im Munde des Volkes leben. Als Jugendschriftsteller machte er besonders mit seinem 24bändigen »Kinderfreund« Epoche, obgleich er sich damit wenig über die Dürre u. Pedanterie seiner Zeit erhob. Selbstbiographie, von seinem Sohne Christian Ernst u. Frisch herausgegeben, Leipz. 1826. An seinem 100sten Geburtstage wurde in seiner Vaterstadt eine Schule für arme Kinder begründet und ihm zu Ehren W. nsstiftung genannt. – Sein Sohn, Christian Ernst, geb. 1766 zu Leipzig, gest. 1832 als Professor der Rechte daselbst, schriftstellerte viel in seinem Fache und schrieb namentlich ein vielbelobtes Lehrbuch des sächs. Staatsrechts; sein Enkel Christian Hermann, geb. 1801 zu Leipzig, Professor der Philosophie daselbst, vertrat das Hegelthum in vielerlei Schriften.

Quelle: Herders Conversations-Lexikon. Freiburg im Breisgau 1857, Band 5, S. 691. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20003565211


Pierer 1865

[62] Weiße, 1) Christian Felix, geb. 8. Januar [sic!] 1726 in Annaberg; studirte seit 1745 in Leipzig Philologie u. machte hier Lessings Bekanntschaft, mit welchem er für das Theater zu schreiben anfing; 1750 wurde er Hofmeister bei dem jungen Grafen Geyersberg, mit welchem er 1759 nach Paris ging. Von dort 1760 nach Leipzig zurückgekehrt, schuf er die meisten seiner dramatischen Werke u. gab die Bibliothek der schönen Wissenschaften u. freien Künste, ebd. 1760, heraus. Er wurde 1762 Kreissteuereinnehmer u. st. 16. December 1804 in Leipzig. Er schrieb das Drama: Die Matrone von Ephesus; Scherzhafte Lieder, Lpz. 1756; Beitrag zum deutschen Theater, ebd. 1759–64, 5 Bde.; Amazonenlieder, ebd. 1761; Lyrische Gedichte, ebd. 1772, 3 Bde.; Singspiele u. komische Opern, gesammelt ebd. 1767–71, 3 Bde. (die bekanntesten: Die Jagd, 1760, Der Erntekranz, 1771, Der Dorfbarbier, 1771); Lustspiele, ebd. 1783, 3 Bde.; auch bearbeitete er mehrere Dramen aus fremden Sprachen für die deutsche Bühne, so die Trauerspiele: Romeo u. Julie, ebd. 1776; Jean Calas, ebd. 1780, u.a.m.; Lieder für Kinder, ebd. 1767, 3. A. 1770; Kinderfreund, ebd. 1776–62, 24 Bdchn., 3. A. ebd. 1781, 12 Thle.; Briefwechsel der Familie des Kinderfreundes, ebd. 1783–93, 12 Bde. Selbstbiographie, herausgeg. von Chr. E. Weiße u. S. G. Frisch, ebd. 1806; W-s Lebensgeschichte von H. C. Iphofen, Freiberg 1827; W-s Briefwechsel mit Garve, Bresl. 1603. Sein hundertjähriger Geburtstag wurde 1826 in Annaberg u. Leipzig gefeiert u. durch Sammlungen eine Schule für arme Kinder unter den Namen Weißensstiftung in Annaberg gegründet.

2) Christian Ernst, Sohn des Vor., geb. 19. Novbr. 1766 in Leipzig; studirte hier seit 1781 die Rechte, wurde 1788 Privatdocent in Leipzig, 1796 Professor, 1600 zugleich Oberhofgerichtsassessor daselbst u. Capitular des Hochstifts Merseburg, 1805 Professor des Lehnrechtes, 1809 Beisitzer der Juristenfacultät u. 1813 Professor des Criminalrechts u. st. 6. September 1832 in Stötteritz. Er schr.: Museum für sächsische Geschichte, Lpz. 1794–96, 3 Bde.; Neues Museum für sächsische Geschichte, Freib. 1600–4, 4 Bde.; Geschichte der kursächsischen Staaten, Lpz. 1802–7, 5 Bde.; Neueste Geschichte des Königreichs Sachsen nach dem Prager Frieden, 1808–12, 3 Bde.; Einleitung in das gemeine deutsche Privatrecht, Lpz. 1817, 2. A. 1832; Lehrbuch des sächsischen Staatsrechts, ebd. 1824–27, 2 Bde., u. v. a.; gab mit von Langenn Zachariäs Handbuch des sächsischen Lehnrechts, ebd. 1823, 2. Aufl., heraus.

3) Christian Hermann, Sohn des Vor., geb. 10. August 1801 in Leipzig, studirte daselbst seit 1818 die Rechte, habilitirte sich 1823 in der philosophischen Facultät in Leipzig, trieb vorzüglich Hegelsche u. Schellingsche Philosophie, trennte sich aber später bes. von erster; 1828 wurde er Professor der Philosophie, zog sich 1837 auf sein Landgut nach Stötteritz zurück u. schriftstellerte, wurde jedoch 1845 zum ordentlichen Professor der Philosophie an der Universität Leipzig ernannt. Er schr.: Über das Studium des Homer, Lpz. 1826; Über den Begriff, die Behandlung u. die Quellen der Mythologie, ebd. 1827; Über den gegenwärtigen Standpunkt der philosophischen Wissenschaft, ebd. 1829; Übersetzungen von Aristoteles' Physika, ebd. 1829, u. Von der Seele, ebd. 1829; De Platonis et Aristotelis in constituendis summis philosophiae principiis differentia, ebd. 1828; System der Ästhetik als Wissenschaft von der Idee der Schönheit, ebd. 1830, 2 Bde.; Über das Verhältniß des Publikums zur Philosophie in dem Zeitpunkte von Hegels Abscheiden, ebd. 1832; Über die Legitimität der gegenwärtigen französischen Dynastie, ebd. 1832; Die Idee Gottes, Dresd. 1833; Die philosophische Geheimlehre über die Unsterblichkeit des menschlichen Individuums, ebd. 1834; unter dem Namen Nikodemus: Theodicee, ebd. 1834, u. Büchlein von der Auferstehung, ebd. 1836: Grundsätze der Metaphysik, Lpz. 1835; Kritik u. Erläuterung des Goetheschen Faust, nebst einem Anhange zur sittlichen Beurtheilung Goethes, ebd. 1837; Die evangelische Geschichte kritisch u. philosophisch bearbeitet, ebd. 1838, 2 Bde.; Das philosophische Problem der Gegenwart (ein Sendschreiben an Fichte), ebd. 1842; Martinus Lutherus quid de consilio mortis et resurrectionis Jesu Christi senserit, ebd. 1845; Über die Zukunft der evangelischen Kirche (Reden an die Gebildeten deutscher Nation), ebd. 1849; Die Christologie Luthers, ebd. 1852, 2. A. 1855; Philosophische Dogmatik od. Philosophie des Christenthums, ebd. 1855 ff., 3 Bde.; Die Evangelienfrage in ihrem gegenwärtigen Stande, ebd. 1856.

Quelle: Pierer's Universal-Lexikon, Band 19. Altenburg 1865, S. 62. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20011270624


Meyers 1909

[497] Weiße, 1) Christian Felix, Dichter und Schriftsteller, geb. 28. Jan. 1726 in Annaberg, gest. 16. Dez. 1804 in Leipzig, studierte seit 1745 Theologie und Philologie in Leipzig, wo Lessing, mit dem er die Leidenschaft für das werdende deutsche Theater teilte, sein Studiengenosse war, und wurde 1750 Hofmeister eines in Leipzig studierenden Grafen Geyersberg. Mit Ekhof, Rabener, Gellert nahe bekannt geworden, gab er die Theologie auf, widmete sich hauptsächlich philologischen und schönwissenschaftlichen Studien und schrieb fleißig für die Kochsche Schauspielergesellschaft. Schon sein Erstlingswerk, das Lustspiel »Die Matrone von Ephesus«, war beifällig aufgenommen worden; ein nach dem Englischen bearbeitetes Singspiel: »Der Teufel ist los«, verwickelte ihn mit Gottsched in einen Streit, der dessen bereits erschütterte Autorität in bezug auf das Theater vollends brach. Der von Nicolai ausgeschriebene Preis für das beste deutsche Trauerspiel, den Cronegk davontrug (1757), rief auch W. zu einem Versuch in der Tragödie auf. Er verfaßte für das zweite Preisausschreiben (1759) seinen »Eduard III.«, dem bald ein »Richard III.« (Neudruck, Berl. 1904) folgte. Die von ihm auf Nicolais Wunsch übernommene Fortsetzung von dessen »Bibliothek der schönen Wissenschaften« wurde bald nach dem Erscheinen des 5. Bandes durch eine Reise unterbrochen, die W. 1759 mit seinem Zögling nach Paris machen mußte, wo ihn eifriger Theaterbesuch zu erneuter dramatischer Produktion reizte. Nach seiner Heimkehr zu Ostern 1760 löste sich das Verhältnis zu seinem Zögling. Der Dichter verweilte zunächst eine Zeitlang als Gesellschafter des Grafen Schulenburg zu Burgscheidungen in Thüringen und trat dann 1761 die ihm durch vornehme Gönnerschaft erwirkte Stelle eines Kreissteuereinnehmers in Leipzig an, in der er bis zu seinem Tode verblieb. Während seines Aufenthalts bei dem Grafen Schulenburg waren die Tragödien: »Crispus«, »Mustapha und Zeangir«, »Rosamunde«, die Lustspiele: »Die Haushälterin«, »Der Mißtrauische gegen sich selbst« und die »Neue Weiberschule« sowie die »Amazonenlieder« (1760) entstanden. Nach Antritt seines Steueramtes verfaßte W. noch eine Reihe von Komödien und Tragödien, z. B. »Romeo und Julia«, worin er Shakespeares Werk im Sinne des bürgerlichen Rührstücks verflachte, sowie die von Hiller komponierten und zu ihrer Zeit sehr beliebten Singspiele: »Lottchen am Hof«, »Die Jagd«, »Die Liebe auf dem Land«, »Der Erntekranz« u. a., zum größten Teil nach französischen Mustern (vollständig gesammelt 1777, 3 Bde.). Außerordentlichen Beifall fanden seine »Lieder für Kinder« (1765) und seine pädagogische Zeitschrift: »Der Kinderfreund« (1776–82, 24 Bde.), der sich der »Briefwechsel der Familie des Kinderfreunds« (1783–92, 12 Bde.) anschloß. Seit 1790 wohnte W. auf dem ihm als Erbteil zugefallenen Rittergut Stötteritz bei Leipzig. W. folgte auf dem Gebiete des Dramas als ein schreibfertiger Anempfinder zunächst Gottsched, nahm dann einige Anregungen von Lessing auf (so bediente er sich, wie Brawe, des fünffüßigen Jambus bereits etliche Jahre vor dem Erscheinen des »Nathan«) und lehnte sich schließlich auch an gewisse Erscheinungen der Geniezeit an, die er jedoch nur äußerlich erfaßte. Seine Lyrik ist bei aller Gewandtheit trivial, am meisten die einst hoch gerühmten »Kinderlieder«, deren Altklugheit mit echter Kinderpoesie nichts gemein hat. Minder verfehlt sind die pädagogischen Schriften des Dichters, und nicht ohne[497] Grund hat Weißes »Kinderfreund« sowie dessen Fortsetzung lange Zeit hindurch sich populär erhalten. Seine »Selbstbiographie« erschien Leipzig 1807. Vgl. Minor, Chr. F. W. und seine Beziehungen zur deutschen Literatur des 18. Jahrhunderts (Innsbr. 1880).

2) Christian Hermann, Philosoph, Enkel des vorigen, geb. 10. Aug. 1801 in Leipzig, gest. daselbst 19. Sept. 1866, studierte in Leipzig, schloß sich der Hegelschen Philosophie an, die er später mit dem theistischen Element der Schellingschen positiven Philosophie versetzte, und war mit I. H. Fichte (s. d. 2) einer der Gründer des neuen spekulativen Theismus und bekämpfte den pantheistischen Idealismus Hegels. 1846 wurde er ordentlicher Professor der Philosophie an der Universität seiner Vaterstadt. Seine sehr zahlreichen Arbeiten erstreckten sich vornehmlich auf das ästhetische und religionsphilosophische, die spätesten auch auf das Gebiet der Evangelienkritik. Zu den erstern gehören sein der dialektischen Form nach streng im Hegelschen Geist entwickeltes, dem theistisch gefärbten Inhalt nach von ihm sich losmachendes »System der Ästhetik als Wissenschaft von der Idee der Schönheit« (Leipz. 1830, 2 Bde.; das 1872 von Seydel unter demselben Titel herausgegebene Buch enthält Weißes letzte Kollegienhefte) und die nach seinem Tode von R. Seydel gesammelten, teilweise höchst geistreichen »Kleinen Schriften zur Ästhetik« (das. 1867) sowie die »Kritik und Erläuterung des Goetheschen Faust« (das. 1837). Seine religionsphilosophischen Ideen entwickelte W. in den Schriften: »Die Idee der Gottheit« (Dresd. 1833); »Die philosophische Geheimlehre von der Unsterblichkeit des menschlichen Individuums« (das. 1834); »Theodicee in deutschen Reimen von Nikodemus« (das. 1834); »Grundzüge der Metaphysik« (Hamb. 1835); »Die evangelische Geschichte, kritisch und philosophisch bearbeitet« (Leipz. 1838, 2 Bde.); »Philosophische Dogmatik oder Philosophie des Christentums« (das. 1855–62, 3 Bde.); »Die Evangelienfrage« (das. 1856) und »Psychologie und Unsterblichkeitslehre« (hrsg. von Seydel, das. 1869). Vgl. Seydel, Christian Hermann W. (Leipz. 1866).

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 20. Leipzig 1909, S. 497-498. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20007683871


Brockhaus 1911

[966] Weiße, Christian Felix, Dichter und Jugendschriftsteller, geb. 28. Jan. 1726 zu Annaberg, seit 1761 Obersteuersekretär zu Leipzig, gest. 16. Dez. 1804. »Lustspiele« (1783), »Der Kinderfreund« (24 Bde., 1776-82 u.ö.), »Selbstbiogr.« (1806). – Sein Enkel Christian Herm. W., Philosoph, geb. 10. Aug. 1801 zu Leipzig, seit 1828 Prof. das., gest. 19. Sept. 1866; Hauptwerk: »Philos. Dogmatik« (3 Bde., 1855-62). – Vgl. Seydel (1866).

Quelle: Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 2. Leipzig 1911., S. 966. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20001675311