Bei Dao
Wurde in der Kulturrevolution aufs Land verschickt. Gründete Ende 1978 zusammen mit Mang Ke die Literaturzeitschrift Jintian (Heute); zur Zeit der Demokratie-Mauer in Peking. 1981 wurde Jintian verboten. Ende der 1980er war Bei Dao stellvertretender Kulturminister. Nach dem Massaker von 1989 war er im Exil, zunächst in Nordeuropa, dann in den USA. 1990 Neugründung von Jintian im Exil. 2003 durfte Bei Dao seinen todkranken Vater in Peking besuchen. Seit 2007 ist er Professor in Hongkong. Seit 2011 darf er wieder an Veranstaltungen auf dem chinesischen Festland teilnehmen. ("Brett voller Nägel", 2021)
Bei Dao (chinesisch 北岛, Pinyin Běidǎo; bürgerlicher Name: Zhao Zhenkai chinesisch 赵振开, Pinyin Zhào Zhènkāi; * 2. August 1949 in Peking, Republik China) ist ein chinesischer Essayist und Lyriker. (...) Bei Daos Gedicht Huida (回答, „Die Antwort“), das er während der Tian’anmen-Demonstrationen im Jahr 1976 schrieb, wurde zur Widerstandshymne der Demokratiebewegung. Während der Tian’anmen-Proteste 1989 war der Text u. a. auf Postern präsent. (...) Bei Daos Stil wird (...) von der chinesischen Literaturkritik oft auch als „Nebeldichtung“ (朦胧诗 menglong shi, auch: Obskure Lyrik, Menglong-Lyrik, hermetische Dichtung) bezeichnet. Seine Gedichte sind „Gespinste aus unerwarteten Bildern, die viele Lesarten in den Sinn kommen lassen, statt dem Leser eine einzige, einzig richtige zu suggerieren“. https://de.wikipedia.org/wiki/Bei_Dao