Weise, Christian: Unterschied zwischen den Versionen
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Christian Weise, Pseudonyme Siegmund Gleichviel, Orontes, Catharinus Civilis, Tarquinius Eatullus und weitere, (* 30. April 1642 in Zittau; † 21. Oktober 1708 ebenda) war ein deutscher Schriftsteller, Dramatiker und Pädagoge. https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Weise |
Christian Weise, Pseudonyme Siegmund Gleichviel, Orontes, Catharinus Civilis, Tarquinius Eatullus und weitere, (* 30. April 1642 in Zittau; † 21. Oktober 1708 ebenda) war ein deutscher Schriftsteller, Dramatiker und Pädagoge. https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Weise |
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== Pierer 1865 == |
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[57] Weise, 1) Christian, geb. 30. April 1642 in Zittau, wurde 1670 Professor am Gymnasium zu Weißenfels u. 1678 Rector in Zittau, wo er 21. Oct. 1708 starb. Er schrieb außer mehren Lustspielen (bes. Der bäurische Macchiavellus, Lpz. 1679) satirische Romane (bes. Die drei Erznarren der Welt, ebd. 1679); Reiffe Gedanken (Gedichte), Lpz 1682: Anweisung zum galanten Briefschreiben; eine Poetik u. mehre geistliche Gedichte; Politische Redner, Lpz. 1676, 4. Aufl., ebd. 1694; Zittauisches Theatrum, ebd. 1683; Curieuse Gedanken von deutschen Versen, ebd. 1691; Tugendlehre, Dresd. 1703; Theatralische Sittenlehre, Zittau 1719; Tugendlieder, Budissin 1719; Trost- u. Sterbeandachten, ebd. 1720; Buß- u. Zeitandachten, 1720. 2) S. Weiße. |
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Quelle: |
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Pierer's Universal-Lexikon, Band 19. Altenburg 1865, S. 57. |
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http://www.zeno.org/nid/2001127008X |
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Aktuelle Version vom 25. Januar 2026, 19:18 Uhr
Christian Weise, Pseudonyme Siegmund Gleichviel, Orontes, Catharinus Civilis, Tarquinius Eatullus und weitere, (* 30. April 1642 in Zittau; † 21. Oktober 1708 ebenda) war ein deutscher Schriftsteller, Dramatiker und Pädagoge. https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Weise
Pierer 1865
[57] Weise, 1) Christian, geb. 30. April 1642 in Zittau, wurde 1670 Professor am Gymnasium zu Weißenfels u. 1678 Rector in Zittau, wo er 21. Oct. 1708 starb. Er schrieb außer mehren Lustspielen (bes. Der bäurische Macchiavellus, Lpz. 1679) satirische Romane (bes. Die drei Erznarren der Welt, ebd. 1679); Reiffe Gedanken (Gedichte), Lpz 1682: Anweisung zum galanten Briefschreiben; eine Poetik u. mehre geistliche Gedichte; Politische Redner, Lpz. 1676, 4. Aufl., ebd. 1694; Zittauisches Theatrum, ebd. 1683; Curieuse Gedanken von deutschen Versen, ebd. 1691; Tugendlehre, Dresd. 1703; Theatralische Sittenlehre, Zittau 1719; Tugendlieder, Budissin 1719; Trost- u. Sterbeandachten, ebd. 1720; Buß- u. Zeitandachten, 1720. 2) S. Weiße.
Quelle: Pierer's Universal-Lexikon, Band 19. Altenburg 1865, S. 57. Permalink: http://www.zeno.org/nid/2001127008X
Meyers 1909
[492] Weise, 1) Christian, Dichter, geb. 30. April 1642 in Zittau, gest. daselbst 21. Okt. 1708, wurde, nachdem er in Leipzig studiert und eine Zeitlang als Magister an der Universität Vorlesungen gehalten hatte, 1670 Professor am Gymnasium in Weißenfels und 1678 Rektor des Gymnasiums in Zittau, welches Amt er bis zu seinem Tode bekleidete. Er schrieb neben lyrischen Gedichten (»Überflüssige Gedanken der grünenden Jugend«, Leipz. 1668; »Reise Gedanken«, das. 1683; »Der grünenden Jugend notwendige Gedanken«, das. 1690; »Tugendlieder«, Bautzen 1719; »Buß- und Zeitandachten«, das. 1720), lehrhaften sogen. politischen Romanen (z. B. »Die drei ärgsten Erznarren in der ganzen Welt«, Leipz. 1672, neuer Abdruck, Halle 1878; »Die drei klügsten Leute in der ganzen Welt«, das. 1673) nicht weniger als 54 Schauspiele (Tragödien und Komödien), die teils im »Zittauischen Theatrum« (Zitt. 1683), in »Jugendlust« (Frankf. 1684), in den »Proben von der vertrauten Redenskunft« (Dresd. 1700) etc. gesammelt wurden, teils handschriftlich auf der Zittauer Stadtbibliothek liegen. Außerdem verfaßte er zahlreiche Lehrbücher und Gelegenheitsschriften. In den »Curieusen Gedanken von deutschen Versen« (1691) entwickelte er eine nüchterne poetische Theorie, durch die er dem Schwulst Lohensteins und Hofmannswaldaus entgegentrat. Seine Gedichte sind größenteils sehr flach; dagegen legte er als Dramatiker in den überaus zahlreichen, für sein Schultheater verfaßten Stücken viel Talent an den Tag und entwickelte namentlich in den Szenen, die aus dem gewöhnlichen Leben gegriffen sind, viel schalkhafte Beobachtungsgabe. Zu seinen interessantesten Stücken gehören: der von Lessing etwas kühn wegen seines »Shakespearischen Ganges« gepriesene »Masaniello« (1682; Neudruck von Petsch, Halle 1907), ferner der »Bäurische Machiavellus« (1679) und »Die unvergnügte Seele« (1688). Vgl. Palm, Beiträge zur Geschichte der deutschen Literatur etc. (Bresl. 1877); Fulda in Bd. 39 von Kürschners »Deutscher Nationalliteratur«; Kämmel, Christian W. (Leipz. 1897).
Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 20. Leipzig 1909, S. 492. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20007683472