Wortschatz

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Wortschatz

Um die Seele eines Dichters zu durchschauen, muß man in seinem Werk diejenigen Wörter aufsuchen, die am häufigsten vorkommen. Das Wort verrät, wovon er besessen ist. (Charles Baudelaire, zitiert bei Hugo Friedrich, Die Struktur der modernen Lyrik, Rowohlts Deutsche Enzyklopädie, S. 45)


"Bei einem Kritiker lese ich: ´Um die Seele eines Dichters zu erraten, oder zumindest das, was ihn vor allem beschäftigt, durchforsche man seine Werke nach dem Wort oder den Worten, die darin am häufigsten auftreten. Dem wird man entnehmen, wovon er besessen ist.´"

Charles Baudelaire, Sämtliche Werke / Briefe Bd. 7, S. 177

(der Kritiker: Sainte-Beuve 1855: Betrachtungen über einige meiner Zeitgenossen


Der Wortschatz ist der untrügliche Zeuge einer Epoche.

Georges Bracque 1953, S.24


Franciscus Alumnus hat aus Dante, Petrarca + Boccaccio ein Lexicon ihrer Wörter zusammen geschrieben unter dem Titel: Fabrica del Mondo, und ein anderes: Richezze della lingua vulgare.

Morhof, Daniel Georg: Unterricht von der Teutschen Sprache und Poesie. Hg. v. Henning Boetius. Bad Homburg, Berlin, Zürich: Verl. Gehlen, 1969 (2.Ausg.v.1700), S. 177