Seguidilla

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Meyers 1909

[287] Seguidilla (spr. ße-ghidillja), in Spanien kleines Volkslied, aus vier Versen bestehend, in denen sieben- und fünfsilbige Zeilen abwechseln, von denen die fünfsilbigen (2 und 4) assonieren. Man verbindet damit meist noch einen Anhang von drei Zeilen (estribillo), in dem der erste und letzte Fünfsilber den mittlern Siebensilber assonierend umschließen, der hinwiederum durch Vokalreim an die geraden Linien des Vierzeilers gebunden sein darf. Eine gute Sammlung von Seguidillas enthält Lafuente y Alcántaras »Cancionero Popular« (Madr. 1865). Auch heißt S. ein spanischer, dem Bolero (s. d.) ähnlicher Tanz mit Gesang im Tripeltakt, bei dem der Gesang nach je vier Takten durch Kastagnetten abgelöst wird.

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 18. Leipzig 1909, S. 287. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20007458045


Herder 1857

[173] Seguidilla, im spanischen Volksliede Versform aus 4 Versen, die gewöhnlich mit 5 und 7silbigen assonirenden Zeilen wechseln, oft verbunden mit noch 3 Versen (Estribillo), worunter 2 gereimte sind.

Quelle: Herders Conversations-Lexikon. Freiburg im Breisgau 1857, Band 5, S. 173. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20003513041


Pierer

[770] Seguidilla (spr. Sekwidija; Folgeverse), spanische Versform, bes. zur Begleitung des Bolero geeignet; besteht aus vier Versen, welche gewöhnlich mit fünf- u. siebensylbigen assonirenden Zeilen abwechseln, deren Endsylben stark betont werden. Daher Seguidillas, so v.w. Bolero, u. Seguidillera, eine Frau, welche S-s singt u. tanzt.

Quelle: Pierer's Universal-Lexikon, Band 15. Altenburg 1862, S. 770. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20010900578


Brockhaus 1911

[682] [682] Seguidilla (spr. -gidillja), span. Tanz und Strophenform (vier assonierende Zeilen mit einem Anhang von drei Versen, von denen der erste und letzte sich reimen).

Quelle: Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 2. Leipzig 1911., S. 682-683. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20001555146