Nichtsler

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Nichtsler (Nitschewoki)

Russische Avantgardegruppe, Dada nahestehend. Außer ihren Manifesten und Proklamationen ist kaum etwas überliefert. Gegründet in Moskau,dort erschien 1920 ihr erster Sammelband Wam (An uns). "Treibende Kraft war der 1898 in Warschau geborene Rjurik Rok (Eigtl. Emil-Eduard Gering. Er war 1919 Präsidiumsmitglied des Allrussischen Dichterverbandes, nach seinen avantgardistischen Nichtsler-Aktivitäten emigrierte er 1925 nach Deutschland, wandte sich dort der Anthroposophie zu, ging 1934 in die USA und verstarb 1962 in der Schweiz." [1] Weitere Gruppenmitglieder: die Armenierin Susanna Mar (1900-1965); Aëzij Ranow; Oleg Erberg (1898-1956), Boris Semenkow (1902-1963), Sergej Sadikow, "Hauptsekretär des Kreativbüros der Nichtsler", starb bei einem Straßenbahnunfall in Petrograd. Rjurik Rok ging 1920 nach Rostow am Don und gründete dort das "Poeten-Café", in dem u.a. Chlebnikow auftrat. Die Gruppe trat außer in Rostow 1921/22 in Moskau auf. Dort erschien 1921 der Band "Der Hundekasten". Verfeindet mit Wladimir Majakowski.


Das Kreanibüro

(Kreativbüro der Nichtsler): Susanna Mar, Elena Nikolajewa, Aëzij Ranow, Rjurik Rok, Oleg Erberg, Hauptsekretär: Sergej Sadikow


Literatur

  • Russischer Dada. Die Nichtsler. Der Hundekasten. Einleitung und Übertragung a.d. Russ. von Thomas Keith. Hrsg. Holger Wendland. Dresden 2015 (Scharteke III).