Goll, Yvan

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Biobibliographische Angabe in Menschheitsdämmerung:

IWAN GOLL hat keine Heimat: durch Schicksal Jude, durch Zufall in Frankreich geboren, durch ein Stempelpapier als Deutscher bezeichnet.

Iwan Goll hat kein Alter: seine Kindheit wurde von entbluteten Greisen aufgesogen. Den Jüngling meuchelte der Kriegsgott. Aber um ein Mensch zu werden, wie vieler Leben bedarf es.

Einsam und gut nach der Weise der schweigenden Bäume und des stummen Gesteins : da wäre er dem Irdischen am fernsten und der Kunst am nächsten.

Requiem für die Gefallenen von Europa 1917. (Max Rascher, Zürich.) Der Torso; Stanzen und Dithyramben, 1918. (Roland-Verlag, München.) Dithyramben 1918. (Kurt Wolff, Leipzig.) Der Neue Orpheus; eine Dithyrambe, 1918. (Verlag „Aktion", Berlin.) Die Unterwelt; Gedichte, 1919. (S. Fischer, Berlin.) Felix; eine Dithyrambe, 1919. (Verlag von 1917. Dresden.) Die drei guten Geister Frankreichs; Essays, 1919. (Erich Reiß, Berlin.) Le Coeur de l'ennemi; Französische Übersetzungen aus 14 neuen deutschen Dichtern, 1919. (Verlag ,,Les Humbles", Paris.) Die Unsterblichen; 2 Überdramen, 1920.

Aus: Menschheitsdämmerung. Symphonie jüngster Dichtung. Hrsg. Kurt Pinthus. Berlin: Rowohlt, 1920