Dusch, Johann Jakob
Johann Jakob Dusch (* 12. Februar 1725 in Celle; † 18. Dezember 1787 in Altona) war ein deutscher Dichter und Prosaiker. https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Jakob_Dusch
Herders 1854
[479] Dusch, Joh. Jakob, geb. 1725 zu Celle, Professor und 1766 Director am Gymnasium zu Altona, wo er 1787 st. Er war seiner Zeit ein sehr beliebter Dichter, welchen aber Lessing geißelte. In seinen Lehrgedichten: Von der Zuverläßigkeit der Vernunft, die Wissenschaften u.a.m. ein geistloser Reimer, ahmte er in sog. komischen Epopoen Popes Lockenraub, in Romanen die engl. Familienromane nach u. übersetzte engl. Werke. Seine »Moralischen Briefe zur Bildung des Herzens«, Leipzig, 2. Aufl. 1772, 2 Bde., galten als trefflicher Sittenspiegel u. wurden mehrfach übersetzt.
Quelle: Herders Conversations-Lexikon. Freiburg im Breisgau 1854, Band 2, S. 479. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20003309940
Pierer 1858
[426] Dusch, 1) Johann Jakob, geb. 12. Febr. 1725 in Celle; studirte in Göttingen Theologie, ging 1756 nach Altona, wo er 1766 Rector am Gymnasium wurde u. als dänischer Justizrath u. Professor der Philosophie u. Mathematik 18. Dec. 1787 starb; er schr. die Lehrgedichte: Der Tempel der Liebe; Die Wissenschaften, u.a., in seinen Poetischen Werken, Altona 1765–67, 2 Bde.; Briefe zur Bildung des Herzens, Lpz. 1759, 2 Bde.; Briefe zur Bildung des Geschmacks, 6 Thle., Lpz. 1764 bis 1773, 2. Aufl. 1771–79; den Roman: Geschichte Karl Ferdiners, Bresl. 1776–80, 3 Bde., umgearbeitet als Der Verlobte zweier Bräute, ebd. 1785, 3 Bde.; übersetzte auch Humes historische Werke.
Quelle: Pierer's Universal-Lexikon, Band 5. Altenburg 1858, S. 426. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20009825479
Meyers 1885
Dusch, 1) Johann Jakob, Dichter und Prosaiker, geb. 12. Febr. 1725 zu Celle, studierte in Göttingen neben Theologie besonders schöne Wissenschaften, ward 1766 Gymnasialdirektor zu Altona, 1767 Professor der englischen und deutschen Sprache, 1771 der Philosophie und Mathematik; starb 18. Dez. 1787 daselbst. Als Dichter hat sich D. im komischen Epos und vorzüglich im Lehrgedicht versucht; doch leiden seine didaktischen Gedichte: "Die Wissenschaften" (Götting. 1752) und "Der Tempel der Liebe" (Hamburg 1758) an Mangel an Phantasie. Seine komischen Epopöen: "Das Toppé" (Götting. 1751) und "Der Schoßhund" (Altona 1756) dokumentieren sich als seichte Nachahmungen von Popes "Lockenraub". Unter seinen Prosaschriften machten am meisten Aufsehen die "Moralischen Briefe zur Bildung des Herzens" (Leipz. 1759, 2 Bde.; 2. Aufl. 1772), die ins Französische, Holländische, Dänische und Ungarische übersetzt wurden. Vielen Beifall fanden auch seine "Briefe zur Bildung des Geschmacks" (Leipz. 1764-73, 6 Tle.; 2. Aufl. 1773-79). Seine Romane: "Geschichte Karl Ferdiners" (Bresl. 1776-80, 3 Bde.), umgegearbeitet unter dem Titel: "Der Verlobte zweier Bräute" (das. 1785, 3 Bde.), u. "Die Pupille" (Altona 1798) zeichnen sich vor ähnlichen Erzeugnissen ihrer Zeit durch Vermeidung des Schwächlich-Empfindsamen in Charakter und Sprache aus. D. hat auch Popes Werke (Altona 1758-63, 5 Bde.) u. a. übersetzt.
Quelle: Meyers 1885, https://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=104647#Dusch
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