Abd ar-Rahman I

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Abd ar-Rahman I.

arabisch عبد الرحمن الداخِل, DMG ʿAbd ar-Raḥman, auch Abd al-Rahman I, Abdul Rahman I, Abdar Rahman I, Abderraman I. Vollständiger Name Abd al-Rahman ibn Mu'awiya ibn Hisham ibn Abd al-Malik ibn Marwan, * 731 in Damaskus; † 30. September 788 in Córdoba, begründete das Emirat von Córdoba in Andalusien (756–788) und die Dynastie der Umayyaden in Spanien, die 300 Jahre herrschten. Er war ein Dichter und Liebhaber der Dichtkunst und versammelte viele der besten Dichter an seinem Hof.


Einige Texte in Janheinz Jahn (Übertragung): Diwan aus Al-Andalus. Nachdichtungen hispano-arabischer Lyrik. Kassel: Harriet Schleber, 1949


Meyers 1905

2) A. I., Sohn Muawijas und Enkel des Kalifen Hischam aus dem Geschlechte der Omaijaden, entging beim Sturz dieser Dynastie 750 (s. Kalifen) dem Mordstahl der Abbasiden und entkam unter vielen Gefahren nach Spanien, wo er sich rasch Anhänger erwarb, den ihm widerstrebenden Emir Jusuf und dessen Feldherrn Someil 756 bei Mosara besiegte und das Emirat von Cordoba begründete. Trotzdem er bis an sein Lebensende gefährliche Empörungen niederzuwerfen hatte, vernachlässigte er nicht die Werke des Friedens und begründete die große Moschee in Cordoba. Er starb 788. Er war ein hervorragend begabter und tapferer, wenn auch rücksichtsloser und hinterlistiger Herrscher.


Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 1. Leipzig 1905, S. 21. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20006183719