1. Mai

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Erster Mai, Labour Day, International Workers’ Day, Kampftag der Arbeiterbewegung etc. (seit 1889, zurückgehend auf 1856 oder 1886 – nicht auf 1933!). – Kirchlicher Gedenktag für Nikolaus Herman, deutscher Liederdichter (evangelisch).

Der erste Mai

Der erste Tag im Monat Mai
ist mir der glücklichste von allen.
Dich sah ich und gestand dir frei,
den ersten Tag im Monat Mai,
daß dir mein Herz ergeben sei.
Wenn mein Geständnis dir gefallen,
so ist der erste Tag im Mai
für mich der glücklichste von allen.
(Friedrich von Hagedorn)

1859 Eröffnung der ersten neuzeitlichen Jocs Florals (Blumenspiele) in Barcelona; Wiederaufnahme der mittelalterlichen Tradition des Dichterwettstreits, der unter gleichem Namen von 1323 an im okzitanisch- und katalanischsprachigen Raum stattfand. – 1886: Bei den Haymarket Riots in Chicago, die am Abend des 1. Mai beginnen, stirbt eine unbekannte aber große Zahl vom Menschen durch Polizeikugeln und eine Bombe. – 1929: Blutmai in Berlin. Die Polizei schießt auf eine ungenehmigte Deminstration der Kommunisten und tötet bei den bis 3. Mai andauernden Unruhen 33 Zivilisten – 1970: Paul Celans Leichnam wird bei Courbevoie, zehn Kilometer flussabwärts von Paris, aus der Seine geborgen. – 1975: Einnahme von Saigon durch nordvietnamesische Truppen, Ende des Vietnamkriegs. – 1977: Türkische »Counterguerillakräfte« töten bei der 1. Mai-Demonstration 37 Menschen.


Geboren am 1. Mai


1620: Nikolaus Zrinski (Nikolaus Graf Zrinski, Nikolaus VII. Šubić von Zrin, Nikolaus VII. Zrinski, kroatisch Nikola VII. Zrinski, ungarisch Zrínyi VII. Miklós; * in Čakovec, Königreich Kroatien; † 18. November 1664 in Kuršanec bei Čakovec), Ban (Bán, Banus, etwa: Statthalter) von Kroatien, kaiserlicher Feldherr, sprach Deutsch, Kroatisch, Ungarisch, Türkisch und Latein und dichtete auf Kroatisch und Ungarisch; 1672: Joseph Addison, englischer Dichter, 1760: Christiana Mariana von Ziegler (* 28. Juni 1695 in Leipzig; † in Frankfurt an der Oder), deutsche Schriftstellerin, 1830: Guido Gezelle, flämischer Dichter, 1862: Marcel Prévost, französischer Schriftsteller, 1880: Konrad Weiß, deutscher Schriftsteller, 1881: Pierre Teilhard de Chardin, französischer Theologe, Paläontologe und Philosoph, 1887: Vincenzo Cardarelli, italienischer Schriftsteller, 1900: Ignazio Silone, italienischer Schriftsteller, 1900: Aleksander Wat, polnischer Schriftsteller, 1901: Antal Szerb, ungarischer Schriftsteller, 1908: Giovannino Guareschi, italienischer Schriftsteller (Don Camillo), 1909: Jannis Ritsos, griechischer Dichter, 1923: Joseph Heller, US-amerikanischer Schriftsteller (Catch-22), 1933: Uwe Greßmann, deutscher Dichter

Gestorben am 1. Mai

1797: Franz Anton von Hartig, österreichischer Diplomat, Historiker, Dichter und Geograph, 1809: Gottlieb Konrad Pfeffel, deutscher Schriftsteller, 1891: Ferdinand Gregorovius, deutscher Schriftsteller, 1893: Alexander Kaufmann, deutscher Schriftsteller, 1924: Frida Bettingen, deutsche Lyrikerin, 1944: Jizchak Katzenelson (auch: Isaak, auch Kazenelson usw.; hebräisch יצחק קצנלסון, jiddisch יצחק קאצנעלסאָן; polnisch Icchak Kacenelson; * 21. Juli 1886 in Korelicze, heute Karelitschy, bei Nowogrudok; † 1. oder 3. Mai 1944, ermordet im KZ Auschwitz-Birkenau), polnischer Schriftsteller (Gesang vom ausgerotteten jüdischen Volk) hebräischer und jiddischer Sprache, Begründer des neuhebräischen Dramas