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	<title>Poet, Barde und Dichter - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Lyrikwiki</subtitle>
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		<id>https://lyrikwiki.de/mediawiki/index.php?title=Poet,_Barde_und_Dichter&amp;diff=16219&amp;oldid=prev</id>
		<title>Wikiop: Die Seite wurde neu angelegt: „   Friedrich Gottlieb Klopstock  Der Hügel und der Hain   Der Hügel, und der Hain  Ein Poet, ein Dichter, und ein Barde singen  (1767)    P.	  Was horchest d…“</title>
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		<updated>2019-03-07T18:10:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: „   Friedrich Gottlieb Klopstock  Der Hügel und der Hain   Der Hügel, und der Hain  Ein Poet, ein Dichter, und ein Barde singen  (1767)    P.	  Was horchest d…“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Gottlieb Klopstock&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hügel und der Hain&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Der Hügel, und der Hain&lt;br /&gt;
 Ein Poet, ein Dichter, und ein Barde singen&lt;br /&gt;
 (1767)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 P.	&lt;br /&gt;
 Was horchest du unter dem weitverbreiteten Flügel der Nacht &lt;br /&gt;
 Dem fernen sterbendem Wiederhalle des Bardengesangs? &lt;br /&gt;
 Höre mich! Mich hörten die Welteroberer einst! &lt;br /&gt;
 Und viel Olympiaden hörtet, ihr Celten, mich schon!&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 D.	&lt;br /&gt;
 Laß mich weinen, Schatten! &lt;br /&gt;
 Laß die goldene Leyer schweigen! &lt;br /&gt;
 Auch meinem Vaterlande sangen Barden, &lt;br /&gt;
 Und ach! ihr Gesang ist nicht mehr! &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
    Laß mich weinen! &lt;br /&gt;
    Lange Jahrhunderte schon &lt;br /&gt;
    Hat ihn in ihre Nacht hinab &lt;br /&gt;
    Gestürzt die Vergessenheit!&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
    Und in öden dunkeln Trümmern &lt;br /&gt;
    Der alten Celtensprache, &lt;br /&gt;
    Seufzen nur einige seiner leisen Laute, &lt;br /&gt;
    Wie um Gräber Todesstimmen seufzen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 P.   &lt;br /&gt;
 Töne dem Klager, goldene Leyer! &lt;br /&gt;
 Was weinest du in die öde Trümmer hinab? &lt;br /&gt;
 War er der langen Jahrhunderte meines Gesanges werth; &lt;br /&gt;
 Warum ging er unter?&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 D.	&lt;br /&gt;
 Die Helden kämpften! Ihr nantet sie Götter und Titanen. &lt;br /&gt;
 Wenn jetzo die Aegis nicht klang, und die geworfenen Felsenlasten &lt;br /&gt;
 Ruhten, und Jupiter der Gott, mit dem Titan Enzeladus sprach; &lt;br /&gt;
 So scholl in den Klüften des Pelion die Sprache des Bardengesangs! &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Ha du schwindelst vor Stolz &lt;br /&gt;
 An deinem jüngeren Lorber; &lt;br /&gt;
 Warf, und weißt du das nicht? auch ungerecht &lt;br /&gt;
 Nicht oft die Vergessenheit ihr Todesloos?&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Noch rauschest du stets mit Geniusfluge die Saiten herab! &lt;br /&gt;
 Lang kenn&amp;#039; ich deine Silbertöne, &lt;br /&gt;
 Schweig! Ich bilde mir ein Bild, &lt;br /&gt;
 Jenes feurigen Naturgesangs!&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Unumschränkter ist in deinem Herscherin, &lt;br /&gt;
 Als in des Barden Gesange die Kunst! &lt;br /&gt;
 Oft stammelst du nur die Stimme der Natur; &lt;br /&gt;
 Er tönet sie laut ins erschwerte Herz!&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 O Bild, das jetzt mit den Fittigen der Morgenröthe schwebt! &lt;br /&gt;
 Jetzt in Wolken gehüllt, mit des Meers hohen Woge steigt! &lt;br /&gt;
 Jetzt den sanften Liedestanz &lt;br /&gt;
 Tanzt in dem Schimmer der Sommermondnacht!&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Wenn dich nicht gern, wer denket, und fühlt, &lt;br /&gt;
 Zum Genossen seiner Einsamkeit wählt; &lt;br /&gt;
 So erhebe sich aus der Trümmern Nacht der Barden einer, &lt;br /&gt;
 Erschein&amp;#039;, und vernichte dich!&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Laß fliegen, o Schatten, deinen Zaubergesang &lt;br /&gt;
 Den mächtigsten Flug, &lt;br /&gt;
 Und rufe mir einen der Barden &lt;br /&gt;
 Meines Vaterlands herauf! –&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
  Einen Herminoon, &lt;br /&gt;
 Der unter den tausendjährigen &lt;br /&gt;
 Eichen einst wandelte, &lt;br /&gt;
 Unter deren alterndem Sproß ich wandle.&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
 P.	&lt;br /&gt;
 Ich beschwöre dich, o Norne, Vertilgerin, &lt;br /&gt;
 Bey dem Haingesange, vor dem in Winfeld die Adler sanken! &lt;br /&gt;
 Bey dem liedergeführten Brautlenzreihn: O sende mir herauf &lt;br /&gt;
 Einen der Barden Teutoniens, einen Herminoon! &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Ich hör&amp;#039; es in den Tiefen der Ferne rauschen! &lt;br /&gt;
 Lauter tönet Wurdi&amp;#039;s Quell dem kommenden! &lt;br /&gt;
 Und die Schwäne heben sich vor ihm &lt;br /&gt;
 Mit schnellerem Flügelschlag!&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 D.	&lt;br /&gt;
 Wer komt? wer komt? Kriegerisch ertönt &lt;br /&gt;
 Ihm die thatenvolle Telyn! &lt;br /&gt;
 Eichenlaub schattet auf seine glühende Stirn! &lt;br /&gt;
 Er ist, ach er ist ein Barde meines Vaterlands!&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 B.	&lt;br /&gt;
 Was zeigst du dem Ursohn meiner Enkel &lt;br /&gt;
 Immer noch den stolzen Lorber am Ende deiner Bahn, &lt;br /&gt;
 Grieche? Soll ihm umsonst von des Haines Höh &lt;br /&gt;
 Der Eiche Wipfel winken? &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Zwar aus Dämrung nur; denn ach! er sieht &lt;br /&gt;
 In meiner Brust der wüthenden Wurdi Dolch! &lt;br /&gt;
 Und mit der Eile des Sturms eilet vorüber der Augenblick, &lt;br /&gt;
 Da ich ihm von der Barden Geheimnisse singen kann!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 P.	&lt;br /&gt;
 Töne, Leyer, von der Grazie, &lt;br /&gt;
 Den leichten Tritt an der Hand der Kunst geführt, &lt;br /&gt;
 Und laß die Stimme der rauhen Natur &lt;br /&gt;
 Des Dichters Ohre verstummen!&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 B.	&lt;br /&gt;
 Sing, Telyn, dem Dichter die schönere Grazie &lt;br /&gt;
 Der seelenvollen Natur! &lt;br /&gt;
 Gehorcht hat uns die Kunst! sie geschreckt, &lt;br /&gt;
 Wollte sie herschen, mit hohem Blick die Natur! &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Unter sparsamer Hand tönte Gemähld&amp;#039; herab, &lt;br /&gt;
 Gestaltet mit kühnem Zug; &lt;br /&gt;
 Tausendfältig, und wahr, und heiß! ein Taumel! ein Sturm! &lt;br /&gt;
 Waren die Töne für das vielverlangende Herz!&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 P.	&lt;br /&gt;
 Laß, o Dichter, in deinem Gesang vom Olympus &lt;br /&gt;
 Zeus donnern! mit dem silbernen Bogen tönen aus der Wolkennacht &lt;br /&gt;
 Smintheus! Pan in dem Schilfe pfeifen, von Artemis &lt;br /&gt;
 Schulter den vollen Köcher scheuchen das Reh.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 B.	&lt;br /&gt;
 Ist Achäa der Thuiskone Vaterland? &lt;br /&gt;
 Unter des weissen Teppichs Hülle ruh auf dem Friedenswagen &lt;br /&gt;
 Hertha! Im blumenbestreuten Hain walle der Wagen hin, &lt;br /&gt;
 Und bringe die Göttin zum Bade des einsamen Sees. &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
 Die Zwillingsbrüder Alzes graben &lt;br /&gt;
 In Felsen euch das Gesetz der heiligen Freundschaft: &lt;br /&gt;
 Erst des hingehefteten Blickes lange Wahl, &lt;br /&gt;
 Dann Bund auf ewig!&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Es vereine Löbna voll Nossa&amp;#039;s Reizen, und Wara &lt;br /&gt;
 Wie Sait&amp;#039; und Gesang, die Lieb&amp;#039; und die Ehe! Braga töne &lt;br /&gt;
 Von dem Schwert, gegen den Erobrer gezückt! und That &lt;br /&gt;
 Des Friedens auch, und Gerechtigkeit lehr&amp;#039; euch Wodan!&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Wenn nicht mehr in Walhalla die Helden Waffenspiel &lt;br /&gt;
 Tanzen, nicht mehr von Braga&amp;#039;s Lied&amp;#039; in der Freude &lt;br /&gt;
 Süße Träume gesungen, halten Siegesmahl, &lt;br /&gt;
 Dann richtet auch die Helden Wodan!&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 D.	&lt;br /&gt;
 Des Hügels Quell ertönet von Zeus, &lt;br /&gt;
 Von Wodan der Quell des Hains. &lt;br /&gt;
 Weck&amp;#039; ich aus dem alten Untergange Götter &lt;br /&gt;
 Zu Gemählden des fabelhaften Liedes auf; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 So haben die in Teutoniens Hain &lt;br /&gt;
 Edlere Züge für mich! &lt;br /&gt;
 Mich weilet dann der Achäer Hügel nicht: &lt;br /&gt;
 Ich geh zu dem Quell des Hains!&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 P.	&lt;br /&gt;
 Du wagst es, die Hörerin der Leyer, &lt;br /&gt;
 Die in Lorberschatten herab &lt;br /&gt;
 Von der Höhe fällt des Helikon, &lt;br /&gt;
 Aganippe vorüber zu gehn?&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 D.	&lt;br /&gt;
 Ich seh an den wehenden Lorber gelehnt, &lt;br /&gt;
 Mit allen ihren goldenen Saiten, &lt;br /&gt;
 O Grieche, deine Leyer stehn, &lt;br /&gt;
 Und gehe vorüber! &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Er hat sie gelehnt an den Eichensproß, &lt;br /&gt;
 Des Weisen Sänger, und des Helden, Braga, &lt;br /&gt;
 Die inhaltsvolle Telyn! Es weht &lt;br /&gt;
 Um ihre Saiten, und sie tönt von sich selbst: Vaterland!&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Ich höre des heiligen Namens Schall! &lt;br /&gt;
 Durch alle Saiten rauschst es herab: &lt;br /&gt;
 Vaterland! Wessen Lob singet nach der Wiederhall? &lt;br /&gt;
 Komt Hermann dort in den Nächten des Hains?&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 B.	&lt;br /&gt;
 Ach Wurdi, dein Dolch! Sie ruft, sie ruft &lt;br /&gt;
 Mich in ihre Tiefe zurück, hinunter, wo unbeweinbar &lt;br /&gt;
 Auch die Edlen schweben, die für das Vaterland &lt;br /&gt;
 Auf des Schildes blutige Blume sanken!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[category: Klopstock, Friedrich Gottlieb]] [[category: Dichter]] [[category: Poet]] [[category: Barde]] [[category: Der Hügel, und der Hain]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus: Klopstock: Der Messias. Oden und Elegien. Epigramme. Abhandlungen&lt;br /&gt;
Herausgegeben von Uwe-K. Ketelsen. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1968 (Rowohlts Klassiker der Literatur und der Wissenschaft. Herausgegeben von Ernesto Grassi unter Mitarbeit von Walter Hess. Deutsche Literatur Band 26).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikiop</name></author>
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