264 - Ungarische Ungereimtheiten

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Von der unendlichen Ironie des Seins. Ungarische Ungereimtheiten

Zusammengestellt von Agnes Relle unter Mitarbeit von Christine Schlosser

Bd. 264, 61. Jahrgang

€ 14,00 (D) | € 14,40 (A)


lieferbar, 232 S., 20, überw. farbige, Abb., brosch., 15,5 x 23,5 ISBN: 978-3-8353-1943-1 (2016)


Die »unendliche Ironie des Seins« beleuchtet die absurde Gemengelage gesellschaftlicher Realitäten im heutigen Ungarn. Inmitten der Wogen von nationalem Taumel, Fremdenhass und Gewalt erkundet die jüngste ungarische Literatur genau diese Phänomene. Schreibt wider das Vergessen. Mischt sich ein. Geht auf die Straße, fährt aufs Land in die Slums der Roma, deckt auf, informiert.

In diese engagierte, lebendige Denkwerkstatt Ungarns bietet die vorliegende Auswahl Einblick. Es gibt viele neue Stimmen zu entdecken, die hier erstmals in deutscher Übersetzung zugänglich sind.

Mit Beiträgen u. a. von Attila Bartis, Szilárd Borbély, Gergely Péterfy und Krisztina Tóth.

Übersetzt u. a. von Wilhelm Droste, Terézia Mora, Christine Schlosser und Timea Tankó.


Inhalt

  • Schreiben zwischen Ironie der Gegenwart und Dämonen der Vergangenheit /


Wo das Grau die Zeit einholt

  • István Kemény Ungarn und die Zukunft Seite 15
  • Ferenc Szijj Grautöne Seite 22
  • Krisztina Tóth Wortkette Seite 26
  • Edina Szvoren Der beste Henker im ganzen Land Seite 30
  • János Háy Der Eimer Seite 35


Eine unsichere, oft vollkommen unsichtbare Front

  • Aliz Mosonyi Ungarnmärchen Seite 41
  • Gábor Schein Flugzeuge Seite 42
  • Dénes Krusovszky Unbekannter Himmel Seite 49
  • László Potozky Scharf Seite 56
  • András Forgách Hinrichtung Seite 61
  • Márió Z. Nemes Wintertraum, Marsfauna Seite 65


Viele Mikrokosmen – Ungarische Malerei heute

Attila Bartis Die drei Arten des Lichts Seite 67 László F. Földényi Auratische Malerei. Über die Bilder von Attila Szűcs Seite 69 Attila Szűcs Taucher | Frau im Sumpf | Animation | Zwei Wachposten Seite 73 Levente Szűcs Freiheitsstatue Seite 77 Károly Elekes Reisigträger | Allein mit dem Zeichen Seite 78 Eszter Szabó DM | Lyoner | Paar | Hamburger Seite 80 Csaba Kis Róka Stolze Möchtegern-Betyaren | Heimkehr | Wachsende Dekadenz | Komposition mit den Ausdünstungen einer anachronistischen Weltsicht | Gewehr Seite 84 »Es ist ganz und gar nicht witzig, was passiert.« Interview mit dem Maler Csaba Kis Róka Seite 89


Wen hat unsre liebe Heimat rausgeworfen und verbannt

  • Virág Erdős jetzt aber … Seite 93

Judit Hidas Tourist in Afrika Seite 98 Kriszta Bódis Carlo im Paris Seite 104 Tibor Noé Kiss Warum ist es hier nicht gut für dich … Seite 110

  • Zita Izsó Lange nicht gesehene Verwandte Seite 126

Orsolya Péntek Rom Seite 128 László Győrffy 7 Köpfe 10 Hörner 9 Augen XVI | 7 Köpfe 10 Hörner 9 Augen XVIII Seite 134

  • Tímea Turi Fliegenpapier Seite 136


Manchmal, einer Wunde gleich, öffnet sich die Geschichte

  • János Térey Wer lebt, hinterlässt Geräusche Seite 137
  • Ágnes Heller Son of Saul, twice Seite 142
  • János Marno Wachsender Raum | Frost Seite 147
  • Andrea Tompa Der Tränenhändler Seite 148
  • Zsuzsa Rakovszky Stichworte: Sommer, Balaton, Vergessen, italienische Filme | Stichworte: Plattenbausiedlung, Filmklub, Hoffnungslosigkeit Seite 155
  • Gergely Péterfy Auf dem Moszkva tér um sieben Seite 157
  • Judit Hevesi Sitte / Üblich / Brauch | nicht vergessen Seite 160
  • Zita Izsó Die Dimensionen der Anhänglichkeit | Umzugsleute Seite 164
  • Tímea Turi Wunde | Versperrtes Zimmer Seite 166


Lob der Heimatlosigkeit

István Péter Szakács Das Märchen vom Mangalica-Schwein Seite 167 Zoltán Danyi Nur grauweiße Ascheschichten auf den Blüten der Mimosen Seite 169 Lajos Parti Nagy Die Grenzen der Ironie Seite 179 Gábor Gerhes Neue Ordnung VII/I | Motherland Seite 184 Attila Bartis Mein lieber Sohn Seite 186 László Végel Lob der Heimatlosigkeit Seite 191

  • János Háy Gebt es zurück, aber was nur? Siebenbürgen Seite 194
  • Ákos Győrffy Als ob alles zugleich Seite 204


Schau, das hier ist meine Muttersprache

  • Péter Esterházy Aus dem wundersamen Leben der Wörter. [Ob die Wörter verschmutzen?] Seite 209
  • Tamás Jónás was ist für euch das gedicht? Seite 211
  • János Marno Dichterische Frage | Rhetorische Frage Seite 211
  • Márton Simon Polaroids Seite 212
  • István Kemény Epilog Seite 214


Ungarische Literatur im Umbruch

  • Wilhelm Droste Auf der Suche nach der künftigen Zeit Seite 215